Charlottenburg: Fußballklubs planen für die Zukunft

Beim 41. Regio-Cup, dem Fußball-Hallenturnier für Berliner Regional- und Oberligavereine, war für den CFC Hertha 06 nach einem Remis und drei Niederlagen bereits in der Vorrunde Endstation. Baba3 WebDoch die Teilnahme an diesem Turnier, das vor knapp 3000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle am 6. Januar ausgerichtet worden ist, war für den CFC ohnehin nur der Zuckerguss auf eine tolle Hinrunde in der Fußball-Oberliga. Und der Fokus liegt auch weiterhin auf dem grünen Rasen und der Rückrunde.
Dass der CFC auf Platz sechs überwintern würde, hätte vermutlich niemand für möglich gehalten. Vater dieses Erfolges ist ohne Frage Trainer Murat Tik, der es nach dem Abstiegskampf der letzten Jahre und dem Abgang zahlreicher Leistungsträger wie Max Konrad, Nico Donner, Demirkan und Volkan Dikmen und vielen anderen geschafft hat, aus vielen neuen Spielern ein Team zu formen, das diesen Namen verdient. Altgediente Kicker wie Sebastian Ghasemi-Nobakht oder Slim Jaballah sind ebenso wichtige Bausteine wie junge Spieler wie Furkan Yildiz oder Merdan Baba. Der 22-jährige Baba, der schon für den Berliner SC und den BSV Al-Dersimspor gekickt hat, ist mit sieben Treffern bester Torschütze beim CFC.

Genau diese Mischung und ein Coach wie Murat Tik, der es wie kaum ein anderer versteht, die vorhandene fußballerische Qualität aus jedem einzelnen Spieler herauszuholen und sie entsprechend ihrer Fähigkeiten im Team einzusetzen, sind die Schlüssel des Erfolges.
Bis zum Rückrundenstart am 23. Februar ist zwar noch ein wenig Zeit. Aber die Hände in den Schoß legt niemand: Das Team bereitet sich bereits intensiv auf den Auftakt vor. Und auch die Verantwortlichen planen für die Zukunft. So wird der CFC künftig mit seinem Nachbarn, dem Berlin-Ligisten Berlin Türkspor kooperieren. Zwischen der Heimat beider Klubs an der Brahestraße (CFC) und am Heckerdamm liegen ja ohnehin nur wenige Kilometer. Man habe einen Vertrag unterzeichnet, weil man wertvolle Synergien für beide Klubs entdeckt habe, erklärt Ergün Cakir, Vorsitzender beim CFC. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit soll im Nachwuchsbereich und in einem möglichen Austausch von Spielern und Trainern liegen. So könne zum Beispiel ein U19-Kicker, der den Sprung in die Oberliga beim CFC nicht sofort schafft, in der Berlin-Liga auf einem richtig guten Niveau aufgebaut werden. Qualifizierte Trainer sollen bei Bedarf in beiden Vereinen eingesetzt werden.
Den Regio-Cup 2019 hat übrigens der SV Lichtenberg 47 gewonnen. Der Herbstmeister der Fußball-Oberliga hatte sich in einem spannenden Finale mit 3:2 gegen den Regionalligisten Viktoria 89 durchgesetzt.