Schmargendorf: Berlin Kobra Ladies eilen von Erfolg zu Erfolg

Die Berlin Kobra Ladies eilen in der 1. Damenbundesliga im American Football auch in dieser Spielzeit wieder von Erfolg zu Erfolg: Der 21:6-Heimsieg im Stadion Wilmersdorf über die Hamburg KobraLadies1 Devilyns WebBlue Devilyns am 15. Juni war bereits der dritte Sieg im dritten Spiel. Damit festigten die Berlinerinnen ihre Tabellenführung in der Gruppe Nord und zeigten der Konkurrenz einmal mehr, dass auch in diesem Jahr im Kampf um die Deutsche Meisterschaft mit dem Rekordchampion gerechnet werden muss.
Bei schweißtreibenden Temperaturen im Stadion Wilmersdorf war der Erfolg der Kobra Ladies gegen die Hanseatinnen aber ein hartes Stück Arbeit. Im Gegensatz zu den beiden Offensivfeuerwerken zu Saisonbeginn, dem 49:8-Triumph bei den Kiel Baltic Hurricanes und dem 40:0-Sieg im ersten Berliner Derby in der Geschichte der Damenbundesliga gegen die Berlin Knights, taten sich die Kobra Ladies gegen den Aufsteiger aus Hamburg zunächst sehr schwer. Die Pässe von Quarterback Natalie Schlittermann erreichten nur selten ihre Passempfänger. Und auch gegen das Laufspiel der Berlinerinnen um die beiden starken Running Backs Susanne Erdmann und  Jessica Sonnenberg verteidigten die Gäste zunächst sehr stark. Letztlich waren es aber genau diese beiden Damen, die sich mit ihrer Power behaupten konnten und für die 21 Punkte der Kobra Ladies sorgten.


Schon im Derby gegen die Knights hatte man mit nur 57 Passing Yards Probleme im Passspiel. Doch auf die Runningbacks ist Verlass: Kobra-Urgestein Susanne Erdmann, vermutlich eine der besten deutschen Football-Spielerinnen in der Geschichte dieses Sports, hatte 297 Yards erlaufen und war damit allein für 24 Punkte zuständig.
Somit marschieren die Kobra Ladies nach drei Spielen in der Tabelle schon wieder vorn weg. Und das, obwohl der Coaching-Staff um Headcoach Lukasz Kroll auch vor dieser Saison zahlreiche neue Spielerinnen – 26 an der Zahl – ins Team integrieren musste, die zuvor noch nie einen Football in ihren Händen gehalten hatten oder von den jüngst aufgelösten Spandau Bulldogs Ladies zu den Kobra Ladies gestoßen waren. Aber einmal mehr ist es dem akribischen Arbeiter Lukasz Kroll, der von sich behauptet, Perfektionist zu sein, gelungen, auch diesen Spielerinnen das Sieger-Gen einzupflanzen, das die Kobra Ladies ihr Eigen nennen dürfen: Elf Deutsche Meistertitel in zwölf Jahren sprechen eine deutliche Sprache – in diesem Jahr möchte man das Dutzend voll machen.
Doch bis dahin ist es noch ein Stück Weg: Die nächste Aufgabe erwartet die Berlinerinnen bereits am Sonnabend, 29. Juni. Dann gastieren die Hamburg Amazons im Stadion Wilmersdorf. Das Duell des Spitzenreiters gegen den Tabellenzweiten beginnt um 15 Uhr. Und mit einem Sieg würden die Kobra Ladies bereits zur Hälfte der Saison einen großen Schritt in Richtung Playoff-Halbfinale gemacht haben.