Märkisches Viertel: Auch Bundesligastart im Baseball ausgesetzt

Bei den Berlin Flamingos, die Nummer eins im Baseball in der Hauptstadt, hatte man sich nach dem Aufstieg riesig auf die neue Saison in der 1. Bundesliga gefreut – übrigens erst in die zweite Flamingos Stille WebSpielzeit in der Eliteliga in der Vereinshistorie. Doch zurzeit ruht natürlich auch jedwede sportliche Aktivität im Flamingo Park an der Königshorster Straße. Und nun hat auch der Deutsche Baseball Verband (DBV) den Bundesligastart vorerst bis Anfang Mai ausgesetzt.
Bis einschließlich 3. Mai wird es sowohl in der 1. als auch in der 2. Bundesliga, in der das Team 2 der Flamingos starten wird, keine Spiele geben. „Aus der erwartet härtesten Saison der Vereinsgeschichte wird die chaotischste“, bewertet Flamingos-Vereinssprecher Markus B. Jaeger die Situation und ergänzt: Der Flamingos Vorstand werde aber alle Entscheidungen zum Schutz der Menschen. Auch der Baseballverband Berlin  / Brandenburg hatte den Start in die neue Baseballsaison bis auf weiteres ausgesetzt, so dass natürlich auch alle Nachwuchsteams der Flamingos betroffen sind. Und somit erklingt vorerst nicht dieses für den Baseball so typische Geräusch, wenn der Ball auf den Schläger trifft, über dem Flamingo Park.
„Unter dem Strich gilt es, Menschenleben zu retten und die Infrastruktur in den Krankenhäusern nicht zu überlasten. Dieser Verantwortung haben wir uns gestellt“, erklärt der Vorsitzende der Flamingos, Reiner Wöttke. Noch vor der Entscheidung des Berliner Senats vom 15. März hatten sich die Flamingos aus diesen Grund dazu entschlossen, auch den kompletten Trainingsbetrieb einzustellen.

Hermsdorf: VfB-Fußballer beklagen Mitgliederschwund

Unabhängig von der derzeitigen Situation um die Verbreitung des Coronavirus hatten und haben die Fußballer des VfB Hermsdorf einen enormen Mitgliederschwund zu beklagen. Der Grund: dieAlkilic Web prekäre Sportplatzsituation des Klubs auf der Anlage an der Seebadstraße.
Bereits seit der Saison 2013/14 war der Rasenplatz immer wieder gesperrt gewesen, da Wildschweine und Maulwürfe immer wieder zum Teil große Schäden angerichtet hatten. Zuletzt, seit 2017, war der Platz nahezu durchgehend für den Trainings- und Spielbetrieb gesperrt gewesen. Seit November 2019 entsteht dort nun endlich ein neuer Kunstrasenplatz – eine Baumaßnahme, die – wie man hört – maßgeblich auch von Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) vorangetrieben worden ist. Zur Erinnerung: Jahrelang war Balzer als Stadtrat für den Sport und das Bauwesen zuständig.
Doch die Jahre sind nicht spurlos am VfB Hermsdorf vorbeigegangen: Von „massivsten Einschränkungen“ spricht die Vizepräsidentin des VfB, Regina Blachwitz. Zahlreiche Mitglieder hätten den Klub in all den Jahren aufgrund dieser Situation verlassen. In Zahlen: Zurzeit hat die Fußballabteilung der Rot-Weißen 420 Mitglieder und nahm mit 21 Teams in allen Altersklassen am Spielbetrieb der zurzeit unterbrochenen Saison 2019/20 teil. Allerdings: Allein im letzten Jahr hat die Abteilung knapp 100 (!) Kicker, überwiegend Kinder und Jugendliche verloren.
In dieser Zeit habe der Klub für den Trainings- und Spielbetrieb speziell in den Sommermonaten immer wieder Ausweichplätze nutzen können. Auf die Frage, wie gut die Unterstützung des Sportamtes in dieser Zeit gewesen sei, gibt Manuela Weber, Abteilungsleiterin Fußball, eine klare Antwort: „Die Unterstützung hätte nicht besser sein können!!!!!“

Charlottenburg-Wilmersdorf: Generalabsage stoppt Teams

Nachdem der Berliner Fußball-Verband (BFV) am 12. März entschieden hatte, den Spielbetrieb sämtlicher Partien, die im Verantwortungsbereich des BFV liegen, aufgrund der Ausbreitung des Kersten2 WebCoronavirus zunächst bis einschließlich 22. März einzustellen, hatten nahezu alle Vereine auch ihren Trainingsbetrieb umgehend eingestellt – und zwar, noch bevor der Berliner Senat die Nutzung aller öffentlichen und privaten Sportanlagen ab dem 15. März untersagt hat.
„Die Gesundheit unserer Mitglieder steht an erster Stelle und wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, die weitere Ausbreitung des Virus bestmöglich einzudämmen“, begründete das Präsidium des SC Charlottenburg seine Entscheidung, den kompletten Betrieb einzustellen. Beim SCC, Spitzenreiter der Landesliga, war einer der ersten Ansteckungsfälle im Berliner Amateurfußball bekannt geworden. Da dieser Spieler noch an einem Training teilgenommen hatte, sollen auch Teile der Mannschaft unter Quarantäne gestellt worden sein, so dass noch vor der Generalabsage des BFV das für den 15. März ursprünglich terminierte Spiel der Charlottenburger beim Wittenauer SC Concordia abgesagt werden musste.

Reinickendorf: Vereine unterbrachen auch den Trainingsbetrieb

Die Entscheidung des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) vom 12. März, den Spielbetrieb sämtlicher Partien, die im Verantwortungsbereich des BFV liegen, zunächst bis einschließlich 22. März Madsack Webeinzustellen, war absolut richtig. Darin sind sich Spieler und Verantwortliche der Klubs weitestgehend einig.
„Die Generalabsage war alternativlos“, sagt auch Holger Seidel, Vorsitzender beim Wittenauer SC Concordia – einem der ersten Teams im Berliner Fußball, das zumindest indirekt von der Verbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) betroffen war: Das Spitzenspiel der Landesliga zwischen den Wittenauern und dem SC Charlottenburg, für den 15. März terminiert, war noch vor der Generalabsage verschoben worden, da ein Spieler des SCC positiv getestet und Teile des Teams unter Quarantäne gestellt worden waren. Und der zweite bekannt gewordenen Fall war der eines Spielers beim TSV Rudow II und der Verdacht, dass sich auch der Rudower Trainer angesteckt haben könnte – und der TSV war am 1. März Gegner der Wittenauer. „Daraufhin hat das Gesundheitsamt Rudow bei unserem Trainer Karsten Steffan angerufen, da er direkten Kontakt zum Rudower Trainer hatte, und ihn nach möglichen Symptomen gefragt“, erinnert sich Seidel. „Diese hatte er nicht. Trotzdem bat ihn das Gesundheitsamt, ein paar Tage zu Hause zu bleiben.“

Charlottenburg: Neu formierter FC Brandenburg kämpft um Klassenerhalt

Beim FC Brandenburg 03 hat man die Winterpause dazu genutzt, den gesamten Kader des Berlin-Liga-Teams auf links zu drehen und eine nahezu neu formierte Mannschaft in die Rückrunde zu FCBrandenburg Füchse Webschicken.
Sportlich ist man schon jetzt erfolgreicher als in der gesamten Hinrunde: Gelang in der ersten Saisonhälfte mit dem 4:1 über den BSV Al-Dersimspor im Dezember nur ein einziger Sieg bei 16 (!) Niederlagen, hatte man nach nur vier Rückrundenpartien zwei weitere Siege eingefahren, die Bilanz aus der Hinrunde also mal eben verdoppelt. Direkt zum Auftakt ins Sportjahr 2020 gelang ein 2:0 über den VfB Fortuna Biesdorf, am 29. Februar der überraschende 3:1-Sieg beim Tabellenvierten Berlin United. Und doch ist es bis zum Klassenerhalt noch ein weiter Weg – und der Nichtabstieg wäre nach wie vor ein mittleres Fußballwunder.
Im letzten Heimspiel am 8. März verpasste man es allerdings, den großen Abstand zu den Nichtabstiegsrängen weiter zu verkürzen: Am Ende musste man sich den Füchsen Berlin in einem Duell auf Augenhöhe mit 1:2 geschlagen geben.