Reinickendorf: Lübars und Hermsdorf vorn mit dabei

Der 1. FC Lübars überwintert in der Fußball-Bezirksliga, Staffel zwei als Spitzenreiter und hat gute Aussichten, nach vierjähriger Abstinenz in die Landesliga zurückzukehren. Aber auch der VfB VfBHermsdorf1 Hinrundenbilanz WebHermsdorf auf Platz drei hat noch alle Chancen, einen der zwei direkten Aufstiegsränge zu ergattern.
Dabei war der Saisonstart von beiden Teams recht holperig: Die Lübarser kassierten am ersten Spieltag gleich eine 0:7-Klatsche bei Anadoluspor. Bereits eine Woche zuvor waren die Grün-Weißen beim unterklassigen SV Chemie Adlershof auch aus dem Pokal ausgeschieden. Zu diesem Zeitpunkt musste man das erklärte Saisonziel des 1. FC, eine Platzierung zwischen  den Rängen eins bis drei, ernsthaft anzweifeln. Doch das Team um Coach Thomas Pyrrhus behielt die Ruhe und legte eine mehr als ordentliche Performance an den Tag. Gut, beim 0:7-Debakel gegen Kaulsdorf Ende Oktober gab es noch eine zweite derbe Klatsche. Doch unter dem Strich waren dies die beiden einzigen Punktspielniederlagen in der gesamten Hinrunde. Dem stehen zehn Siege und drei Remis gegenüber. Mit 33 Zählern grüßt man von der Tabellenspitze. Übrigens: Auch im direkten Duell mit dem VfB Hermsdorf Ende September behielt der 1. FC Lübars mit 2:1 die Oberhand.


Eine ähnliche Entwicklung gab es auch in Hermsdorf zu beobachten: Nach dem doch sehr überraschenden Abstieg aus der Landesliga im letzten Jahr, brauchte es einige Zeit, bis das junge Team der Rot-Weißen in der Bezirksliga angekommen war. Doch nach einem mühsamen Start stabilisierte sich die von Tobias Röttgen trainierte Truppe und wusste speziell zum Ende der Hinrunde mit erfrischendem Offensivfußball und stabiler Defensive zu überzeugen. Mit neun Siegen, drei Remis und drei Niederlagen kommen die Hermsdorfer auf 30 Punkte und befinden sich damit in unmittelbarer Schlagdistanz zur Tabellenspitze.
Doch Vorsicht: Die Konkurrenz ist nicht zu unterschätzen. Und zurzeit liegen die Teams in der oberen Tabellenhälfte so dicht beieinander, dass noch einige von ihnen ins Aufstiegsrennen eingreifen können und werden. Insbesondere Anadoluspor auf Platz zwei (30 Punkte) und der Berliner SV 92 auf Platz vier (26) sollte man im Auge behalten. Aber auch Fortuna Pankow, der BFC Südring und der BSC Rehberge sind ambitioniert genug, um in der Rückrunde noch einmal angreifen zu können.
Der Rückrundenauftakt ist für den 9. Februar geplant. Lübars gastiert bei den Spandauer Kickers, während der VfB Hermsdorf auf dem heimischen Sportplatz an der Seebadstraße den FC Liria aus Treptow empfangen wird.
Apropos Seebadstraße: Nachdem der Naturrasenplatz, insbesondere aufgrund von Maulwurf- und Wildschweinschäden seit Jahren immer wieder nur eingeschränkt nutzbar und zuletzt aufgrund massiver Schäden für den Trainings- und Spielbetrieb komplett gesperrt war, entsteht nun ein neuer Kunstrasenplatz. Seit Ende November wird gebaut. Der alte Rasenplatz ist bereits abgetragen. Die Arbeiten sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden.